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Samstag, 16. September 2017

Minestrone

Diese italienische Gemüsesuppe ist die perfekte Mahlzeit für Wochenenden, die man hausarbeitschreibenderweise zu Hause verbringt. Aufgrund der vielen verschiedenen Zutaten lässt sie sich schlecht in kleinen Mengen zubereiten, sodass man, wenn man sie für sich alleine machen will, etwa zwei ganze Tage daran isst (schwierig, wenn man mittags immer in der Uni is(s)t). Dafür gehört sie aber auch zu den Gerichten, die beim Aufwärmen immer besser werden.
Also: einmal kochen und das ganze Wochenende eine wärmende, nahrhafte Suppe haben ... das ist besonders dankenswert, wie gesagt, wenn man gerade eine Hausarbeit schreibt.
Was die Zutaten angeht, das hier sind nur Vorschläge ... man kann gerne noch anderes Gemüse dazutun (ich nehm oft Erbsen, grüne Bohnen hab ich dafür meistens nicht) oder in anderen Mengen.

Für 3-4 Portionen:
  • 1 kleiner Broccoli
  • 1 Paprika
  • 1-2 Tomaten
  • 1 Glas weiße Bohnen
  • weiteres Gemüse nach Geschmack, Vorrat und Jahreszeit (bei mir waren es heute diese flachen grünen Bohnen, sonst nehm ich oft Erbsen)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • italienische Kräuter
  • Brühwürfel
  • Olivenöl
  • gegebenenfalls frischer Salbei
Knoblauchzehen schälen, halbieren und in einem eher größeren Topf mit viel Wasser, italienischen Kräutern und, falls gewünscht und vorhanden, dem Salbei aufkochen. Dann Brühwürfel und in Stücke geschnittene Tomate dazugeben und auf mittlere Flamme schalten. Ein wenig köcheln lassen (und vielleicht schon mal die weißen Bohnen dazugeben), dann um Broccoli und Paprika ergänzen. Köcheln lassen, bis der Broccoli weich ist. Im Teller einen großzügigen Schuss Olivenöl darübergeben.
Dazu eignen sich Nudeln oder Weißbrot.


Montag, 17. Juli 2017

Tomaten-Linsen-Suppe

Eigentlich war für heute, als Vorabend einer Klausur, die im vorherigen Post erwähnte schnelle Tomatensuppe geplant, nur dass mir die dann, wahrscheinlich aus Prokrastinationsgründen, irgendwie nicht mehr genug erschien, sodass ich sie um rote Linsen ergänzt habe ... und ich muss sagen, sehr empfehlenswert! Durch das Linsenkochen dauert die Zubereitung natürlich zwanzig Minuten länger, aber der Rest ist dann schneller erledigt, als der Mitbewohner dir die beiden in seiner Juraklausur zu bearbeitenden Fälle dargelegt hat. Als Beilage eignet sich, empirisch erwiesen, eine Sesambrezel hervorragend.

Hier ist das Grundrezept, nur dass vorher eben etwa so viele rote Linsen, dass sie den Topfboden bedecken, in der doppelten Menge Wasser zwanzig Minuten gekocht werden müssen. (An dieser Stelle kann ich wieder gar nicht genug davor warnen, die Linsen aus den Augen zu lassen, bevor das Wasser kocht, es gibt nämlich nichts, was so extrem überkocht wie rote Linsen.)

So, wieder erfolgreich ein bisschen prokrastiniert, jetzt wende ich mich wieder dem Text über die Ausbeutung durch Nationalität und/oder Klasse benachteiligter Frauen als Kindermädchen als Kehrseite der Emanzipation weißer Mittel- und Oberschichtsfrauen zu.


Freitag, 7. Juli 2017

Kalte Express-Tomatensuppe

Donnerstags ist immer direkt neben der Uni Wochenmarkt, was ich regelmäßig nutze, um mich für die Woche mit Obst und Gemüse einzudecken. Auch gestern hatte ich Tomaten, Gurken und Fenchel gekauft, die ich allerdings diesmal nicht direkt (bzw. nach zwanzigminütiger U-Bahnfahrt) dem heimischen Kühlschrank zuführen konnte, weil wir gestern Abend das Institutssommerfest der Empirischen Sprachwissenschaft veranstaltet haben. Ich habe das Gemüse also im Kühlschrank der institutseigenen (ähem, tatsächlich gehört sie gerade nicht dem Institut, sondern dem Projekt CEDIFOR) Teeküche zwischengelagert. Dann wurden wir aber leider gegen neun vom Sicherheitsdienst rausgeworfen (neurdings gibt es wohl eine Vorschrift, nach der man derartige Feste vorher anmelden muss) und mussten schnell unsere Sachen einsammeln, um die Party auf den inzwischen kaum noch verregneten Campus zu verlegen ... an das Gemüse habe ich in dem Moment natürlich nicht gedacht.
Das musste also heute mitgenommen werden. Nur dass ich dringend neue Sandalen gebraucht habe, weshalb ich nach der Arbeit erst mal fast zwei Stunden durch die Innenstadt gelaufen bin auf der verzweifelten Suche nach Sandalen ohne Glitzerzeug (um deren Zahl stark einzuschränken scheint es diesen Sommer auch eine Vorschrift zu geben), und danach noch zu einer Kundgebung gegen den G20-Gipfel musste.

Langer Rede kurzer Sinn, ich habe das Gemüse mehr als vier Stunden durch die Hitze getragen (und zusätzlich hat sich ein Genosse fast draufgesetzt), entsprechend strotzten besonders die Tomaten nicht mehr so vor Frische, wie man es sich hätte wünschen können. Da ich außerdem erst um viertel nach zehn daheim war und mich seit Kurzem (endlich!) im Besitz eines Pürierstabs befinde, drängte sich das schnellste Rezept, das ich kenne, geradezu auf: die kalte Tomatensuppe, deren Zubereitung etwa zwei Minuten in Anspruch nehmen dürfte.

Zutaten:
  • Tomaten (drei Stück geben ein großes Schälchen voll)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Basilikum wenn verfügbar
Tomaten vierteln bis achteln (je nachdem, wie viel man seinem Pürierstab zutraut), einen großzügigen Schuss Olivenöl und gegebenenfalls (if exist(Basilikum)) das optionale Basilikum dazu, salzen, pürieren, fertig.


Dienstag, 8. März 2016

Buttermilch-Linsen-Suppe

Entstehungsgeschichte dieses Gerichts: Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, für das Ferientreffen mit dem Armenischkurs an der Uni einen Marmorkuchen mit Buttermilch im Teig zu backen ... angesichts der Tatsache, dass man dafür nur 120ml Buttermilch braucht, selbige jedoch nur in 500g-Bechern verkauft wird (wenn man keine von Müller kaufen will) und ich während den Semesterferien nur zwei Tage die Woche in meiner Unistadt bin, eine begrenzt sinnvolle Aktion.
Ich kam also abends um halb zwölf von dem Treffen heim, hatte kuchenbedingt nur mäßig Hunger, aber eben noch diese Buttermilch im Kühlschrank, die ich optimalerweise besser bis morgen Mittag verbrauchen sollte. Die Supermärkte in der Umgebung hatten alle schon zu, also habe ich eben mit dem experimentiert, was ich da hatte ... und was rausgekommen ist, ist echt lecker!

Für zwei Schälchen voll:
  • 1 kleine Zwiebel
  • Olivenöl
  •  1/2 kleines Glas voll rote Linsen
  • ein nicht ganz voller 500g-Becher Buttermilch (500g - 120ml ... kennt jemand die Dichte von Buttermilch?)
  • Salz
  • Kreuzkümmel
  • eventuell weitere Gewürze (weil Gewürze bei mir eigentlich immer allein auf Kreuzkümmel rausläuft, hab ich als Alibi noch ein bisschen Curry und Majoran rein, was eben so da war, aber wahrscheinlich nicht in wirklich wahrnehmbaren Mengen)
  • wenn vorhanden ein bisschen Petersilie (Tiefkühlpetersilie ist super praktisch für Leute, die immer nur kleine Portionen brauchen!)
Die Zwiebel kleinschneiden und in einem Topf in etwas Olivenöl andünsten, bis sie anfangen glasig zu werden. Die Linsen und etwa ein größeres Glas Wasser dazugeben, aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen (dabei immer mal wieder umrühren, damit nichts anhängt). Dann salzen und würzen, vom Herd nehmen und die Buttermilch dazugeben. Vor dem Servieren (bzw. Essen) mit Petersilie bestreuen.


Das Rezept ist sicher noch abwandelbar ... bei vorhandener Einkaufsmöglichkeit könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, noch eine Paprika reinzutun (mit der Zwiebel zusammen angedünstet) und bei richtigem Hunger passt denke ich eine Brezel sehr gut dazu, oder auch Basmatireis.