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Montag, 17. Juli 2017

Tomaten-Linsen-Suppe

Eigentlich war für heute, als Vorabend einer Klausur, die im vorherigen Post erwähnte schnelle Tomatensuppe geplant, nur dass mir die dann, wahrscheinlich aus Prokrastinationsgründen, irgendwie nicht mehr genug erschien, sodass ich sie um rote Linsen ergänzt habe ... und ich muss sagen, sehr empfehlenswert! Durch das Linsenkochen dauert die Zubereitung natürlich zwanzig Minuten länger, aber der Rest ist dann schneller erledigt, als der Mitbewohner dir die beiden in seiner Juraklausur zu bearbeitenden Fälle dargelegt hat. Als Beilage eignet sich, empirisch erwiesen, eine Sesambrezel hervorragend.

Hier ist das Grundrezept, nur dass vorher eben etwa so viele rote Linsen, dass sie den Topfboden bedecken, in der doppelten Menge Wasser zwanzig Minuten gekocht werden müssen. (An dieser Stelle kann ich wieder gar nicht genug davor warnen, die Linsen aus den Augen zu lassen, bevor das Wasser kocht, es gibt nämlich nichts, was so extrem überkocht wie rote Linsen.)

So, wieder erfolgreich ein bisschen prokrastiniert, jetzt wende ich mich wieder dem Text über die Ausbeutung durch Nationalität und/oder Klasse benachteiligter Frauen als Kindermädchen als Kehrseite der Emanzipation weißer Mittel- und Oberschichtsfrauen zu.


Montag, 6. März 2017

Kürbis mit Linsen

Vor fast einem Monat hatte ich auf dem Wochenmarkt einen Kürbis gekauft. Einen richtig süßen kleinen Butternutkürbis (Höhe etwa zwanzig Zentimeter). Ohne wirklich einen Plan zu haben, was ich damit machen wollte, aber der Minikürbis war so niedlich, Kürbis ist generell lecker und außerdem eine der wenigen Sachen, die gerade Saison haben. Einen ausgereiften Plan, was ich mit dem Kürbis machen wollte, hatte ich auch weiterhin nicht, dazu kam, dass Semesterferien sind und ich mindestens die Hälfte der Zeit daheim war, und so lag dieser arme Kürbis jetzt dreieinhalb Wochen im Gemüsefach und bekam langsam schon Falten ... höchste Zeit also, sich endlich seiner anzunehmen, irgendwie, kombiniert mit irgendwas, was ich grad so dahatte.

Hier der Kürbis, im Größenvergleich
mit dem Rest des Einkaufs

Da ich heute Mittag mit drei meiner zukünftigen Kollegen (ich bin ab April Hiwi in einem Projekt zur Verknüpfung von Wörterbüchern) iranisch essen war, stand die Zubereitung des Kürbisses ein wenig unter diesem Einfluss. Als Beilage würde sich Reis oder Fladenbrot anbieten, ich persönlich war nach besagtem Mittagessen (das erst um vier stattgefunden hat) allerdings noch so satt, dass ich keine Beilage gebraucht habe.

Für 2 Portionen:
  • Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 sehr kleiner Kürbis (oder 1/2 normaler oder 1/4 riesiger oder wie auch immer)
  • 1 kleine Tasse Linsen
  • Berberitzen
  • Kreuzkümmel
  • Tajinegewürz (oder etwas anderes leicht scharfes orientalisches)
  • Salz
  • 3-4 TL Honig
Die Zwiebel kleinschneiden, in eine Pfanne Öl geben (ruhig etwas großzügiger) und die Zwiebel darin auf mittlerer Flamme andünsten. Währenddessen den Kürbis in Würfel schneiden, dazugeben und ein wenig anbraten (Achtung, dass die Zwiebeln nicht schwarz werden). Salzen und mit Kreuzkümmel und Tajinegewürz würzen. Dann Wasser (am besten so viel, wie in die Pfanne passt) und Linsen dazugeben und mit Deckel drauf 25-30 Minuten köcheln lassen (bei Bedarf Wasser nachfüllen). Den Honig und optional etwas Tomatenmark unterrühren und im Teller mit Berberitzen bestreuen.


Dienstag, 8. März 2016

Buttermilch-Linsen-Suppe

Entstehungsgeschichte dieses Gerichts: Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, für das Ferientreffen mit dem Armenischkurs an der Uni einen Marmorkuchen mit Buttermilch im Teig zu backen ... angesichts der Tatsache, dass man dafür nur 120ml Buttermilch braucht, selbige jedoch nur in 500g-Bechern verkauft wird (wenn man keine von Müller kaufen will) und ich während den Semesterferien nur zwei Tage die Woche in meiner Unistadt bin, eine begrenzt sinnvolle Aktion.
Ich kam also abends um halb zwölf von dem Treffen heim, hatte kuchenbedingt nur mäßig Hunger, aber eben noch diese Buttermilch im Kühlschrank, die ich optimalerweise besser bis morgen Mittag verbrauchen sollte. Die Supermärkte in der Umgebung hatten alle schon zu, also habe ich eben mit dem experimentiert, was ich da hatte ... und was rausgekommen ist, ist echt lecker!

Für zwei Schälchen voll:
  • 1 kleine Zwiebel
  • Olivenöl
  •  1/2 kleines Glas voll rote Linsen
  • ein nicht ganz voller 500g-Becher Buttermilch (500g - 120ml ... kennt jemand die Dichte von Buttermilch?)
  • Salz
  • Kreuzkümmel
  • eventuell weitere Gewürze (weil Gewürze bei mir eigentlich immer allein auf Kreuzkümmel rausläuft, hab ich als Alibi noch ein bisschen Curry und Majoran rein, was eben so da war, aber wahrscheinlich nicht in wirklich wahrnehmbaren Mengen)
  • wenn vorhanden ein bisschen Petersilie (Tiefkühlpetersilie ist super praktisch für Leute, die immer nur kleine Portionen brauchen!)
Die Zwiebel kleinschneiden und in einem Topf in etwas Olivenöl andünsten, bis sie anfangen glasig zu werden. Die Linsen und etwa ein größeres Glas Wasser dazugeben, aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen (dabei immer mal wieder umrühren, damit nichts anhängt). Dann salzen und würzen, vom Herd nehmen und die Buttermilch dazugeben. Vor dem Servieren (bzw. Essen) mit Petersilie bestreuen.


Das Rezept ist sicher noch abwandelbar ... bei vorhandener Einkaufsmöglichkeit könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, noch eine Paprika reinzutun (mit der Zwiebel zusammen angedünstet) und bei richtigem Hunger passt denke ich eine Brezel sehr gut dazu, oder auch Basmatireis.

Montag, 23. November 2015

Mujaddara

Auf dieses libanesische Gericht bin ich beim Lesen des Buchs Feigen in Detroit gestoßen, wo es mehrfach erwähnt wird. Ich habe mich erinnert, so etwas auch schon einmal gegessen und für köstlich befunden zu haben, und mich alsdann auf die Suche nach dem Rezept gemacht. Ich habe mir mehrere durchgelesen und weiß nicht mehr genau, wie die Originalrezepte so aussehen, aber das hier ist meine (vermutlich in irgendeinem Punkt vereinfachte) Version:

Für 2-3 Portionen
  • eine kleine Tasse Linsen
  • eine kleine Tasse Basmatireis
  • 2 kleine Zwiebeln (oder eine Riesenzwiebel)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Kreuzkümmel
Die Linsen mit ca. einem Liter Wasser aufkochen, dann kleinschalten. Nach 10 Minuten salzen und den Reis dazu geben. (Der Profi kocht beides getrennt. Die Studentin findet, es geht auch in einem Topf.) Noch einmal etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis Reis und Linsen durch sind.
Die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und mit reichlich Öl in einer Pfanne braten, bis sie glasig sind. Dann Reis und Linsen abgießen oder mit dem Schaumlöffel abschöpfen und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Noch einmal kräftig salzen (es ist unglaublich, wie viel Salz das Zeug frisst) und kreuzkümmeln und auf mittlerer Flamme braten, bis der Reis an mehreren Stellen eine leichte Kruste hat. Nicht zu oft umrühren, sonst gibts keine Kruste!

Montag, 19. Oktober 2015

Linsencurry

Das Tolle an Curry (außer dass es so gut schmeckt) ist, dass man es mit allem machen kann ... Spinat, Aubergine, Gurke, Kartoffel, was man eben grad da hat. Ich beschreibe hier mal exemplarisch ein Linsencurry, weil das eine meiner Lieblingsversionen ist, aber nach dem gleichen Prinzip kann man jedes beliebige Gemüse zu Curry verarbeiten.
Das einzige Geheimnis sind Kokosmilch und Currypaste (mein bis jetzt ungeschlagener Favorit ist Tandoori). Und vielleicht Tomaten.

Für 2 Portionen:
  • Öl (wenn man es ganz echt haben will, Ghee)
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1-2 Tomaten
  • 1 kleine Tasse rote Linsen
  • 3-4 Tl Currypaste (ich mag wie gesagt Tandoori am liebsten)
  • 250 ml Kokosmilch
  • Salz
Das Öl in einen Topf geben (oder eine Pfanne mit hohem Rand) und die Tomaten darin andünsten, bis sie zerfallen. Die Linsen dazugeben und kurz anrösten, dann zweieinhalb Gläser Wasser dazugießen und umrühren. Aufkochen und dann ca. 15 Minuten köcheln lassen (mit Deckel drauf). Dann die Currypaste einrühren und die Kokosmilch dazugießen. Kräftig salzen und wenn die Konsistenz zu fest ist (es sollte noch ein wenig suppig sein), Wasser nachgießen. Noch etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind.
Mit Basmatireis oder indischem Fladenbrot servieren (bzw. essen). Guten Appetit!