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Montag, 6. März 2017

Kürbis mit Linsen

Vor fast einem Monat hatte ich auf dem Wochenmarkt einen Kürbis gekauft. Einen richtig süßen kleinen Butternutkürbis (Höhe etwa zwanzig Zentimeter). Ohne wirklich einen Plan zu haben, was ich damit machen wollte, aber der Minikürbis war so niedlich, Kürbis ist generell lecker und außerdem eine der wenigen Sachen, die gerade Saison haben. Einen ausgereiften Plan, was ich mit dem Kürbis machen wollte, hatte ich auch weiterhin nicht, dazu kam, dass Semesterferien sind und ich mindestens die Hälfte der Zeit daheim war, und so lag dieser arme Kürbis jetzt dreieinhalb Wochen im Gemüsefach und bekam langsam schon Falten ... höchste Zeit also, sich endlich seiner anzunehmen, irgendwie, kombiniert mit irgendwas, was ich grad so dahatte.

Hier der Kürbis, im Größenvergleich
mit dem Rest des Einkaufs

Da ich heute Mittag mit drei meiner zukünftigen Kollegen (ich bin ab April Hiwi in einem Projekt zur Verknüpfung von Wörterbüchern) iranisch essen war, stand die Zubereitung des Kürbisses ein wenig unter diesem Einfluss. Als Beilage würde sich Reis oder Fladenbrot anbieten, ich persönlich war nach besagtem Mittagessen (das erst um vier stattgefunden hat) allerdings noch so satt, dass ich keine Beilage gebraucht habe.

Für 2 Portionen:
  • Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 sehr kleiner Kürbis (oder 1/2 normaler oder 1/4 riesiger oder wie auch immer)
  • 1 kleine Tasse Linsen
  • Berberitzen
  • Kreuzkümmel
  • Tajinegewürz (oder etwas anderes leicht scharfes orientalisches)
  • Salz
  • 3-4 TL Honig
Die Zwiebel kleinschneiden, in eine Pfanne Öl geben (ruhig etwas großzügiger) und die Zwiebel darin auf mittlerer Flamme andünsten. Währenddessen den Kürbis in Würfel schneiden, dazugeben und ein wenig anbraten (Achtung, dass die Zwiebeln nicht schwarz werden). Salzen und mit Kreuzkümmel und Tajinegewürz würzen. Dann Wasser (am besten so viel, wie in die Pfanne passt) und Linsen dazugeben und mit Deckel drauf 25-30 Minuten köcheln lassen (bei Bedarf Wasser nachfüllen). Den Honig und optional etwas Tomatenmark unterrühren und im Teller mit Berberitzen bestreuen.


Montag, 7. November 2016

Gazta tarta/ Cheesecake (Käsekuchen ohne Backen)

Prolog: Diesen Sommer entstand in meiner Familie einmal der Plan, so einen ungebackenen Cheesecake zuzubereiten, wozu es jedoch nie kam.
Hauptteil: Weil der Ofen hier in der WG, in der ich gerade während meines Auslandssemesters lebe, etwas problematisch ist, habe ich für meinen Geburtstagskuchen über einen Kuchen ohne Backen nachgedacht und dabei diese Idee wieder aufgegriffen. Die ersten Rezepte, die ich gefunden habe, hatten seehr viele Zutaten ... dann habe ich aber beschlossen, dass es vielleicht sowieso besser ist, nach baskischen Rezepten zu suchen (ich bin gerade im Baskenland), um wirklich sicher zu sein, dass ich hier alle Zutaten bekomme (Quark gibt es zum Beispiel nicht) und die baskischen Rezepte waren dann alle angenehm simpel.
Das Ergebnis ist super lecker, aber auch super heftig ... nach zwei Stücken ist man eigentlich satt für den Rest des Tages.
  • 400g Vollkornkekse
  • 200g Margarine
  • 500-600g Frischkäse (einfach je nachdem, in was für Portionen er verkauft wird ;))
  • 500ml Sahne
  • eine Zitrone
  • 6 Blätter Gelatine (bzw. die entsprechende Menge als Pulver)
Die Kekse zerbröseln (geht am besten, wenn man sie in einen Gefrierbeutel füllt und mit dem Wellholz (oder wie auch immer man bei euch in der Gegend dazu sagt) drüber rollt, in einer Schüssel mit einer Tasse zerstampfen funktioniert aber erwiesenermaßen auch). Die Margarine zerlassen, vom Herd nehmen und die Keksbrösel einrühren/ -kneten. Auf dem Boden einer Kuchen- oder Auflaufform verteilen. Die Gelatine nach Packungsangabe im Zitronensaft auflösen (wenn nötig diesen erst aufkochen). Frischkäse und Sahne verrühren, dann die Gelatine-Zitronensaft-Lösung damit vermischen, die Masse auf dem Keksboden in der Form verteilen und mindestens zwei Stunden kalt stellen.


Dienstag, 8. März 2016

Buttermilch-Linsen-Suppe

Entstehungsgeschichte dieses Gerichts: Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, für das Ferientreffen mit dem Armenischkurs an der Uni einen Marmorkuchen mit Buttermilch im Teig zu backen ... angesichts der Tatsache, dass man dafür nur 120ml Buttermilch braucht, selbige jedoch nur in 500g-Bechern verkauft wird (wenn man keine von Müller kaufen will) und ich während den Semesterferien nur zwei Tage die Woche in meiner Unistadt bin, eine begrenzt sinnvolle Aktion.
Ich kam also abends um halb zwölf von dem Treffen heim, hatte kuchenbedingt nur mäßig Hunger, aber eben noch diese Buttermilch im Kühlschrank, die ich optimalerweise besser bis morgen Mittag verbrauchen sollte. Die Supermärkte in der Umgebung hatten alle schon zu, also habe ich eben mit dem experimentiert, was ich da hatte ... und was rausgekommen ist, ist echt lecker!

Für zwei Schälchen voll:
  • 1 kleine Zwiebel
  • Olivenöl
  •  1/2 kleines Glas voll rote Linsen
  • ein nicht ganz voller 500g-Becher Buttermilch (500g - 120ml ... kennt jemand die Dichte von Buttermilch?)
  • Salz
  • Kreuzkümmel
  • eventuell weitere Gewürze (weil Gewürze bei mir eigentlich immer allein auf Kreuzkümmel rausläuft, hab ich als Alibi noch ein bisschen Curry und Majoran rein, was eben so da war, aber wahrscheinlich nicht in wirklich wahrnehmbaren Mengen)
  • wenn vorhanden ein bisschen Petersilie (Tiefkühlpetersilie ist super praktisch für Leute, die immer nur kleine Portionen brauchen!)
Die Zwiebel kleinschneiden und in einem Topf in etwas Olivenöl andünsten, bis sie anfangen glasig zu werden. Die Linsen und etwa ein größeres Glas Wasser dazugeben, aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen (dabei immer mal wieder umrühren, damit nichts anhängt). Dann salzen und würzen, vom Herd nehmen und die Buttermilch dazugeben. Vor dem Servieren (bzw. Essen) mit Petersilie bestreuen.


Das Rezept ist sicher noch abwandelbar ... bei vorhandener Einkaufsmöglichkeit könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, noch eine Paprika reinzutun (mit der Zwiebel zusammen angedünstet) und bei richtigem Hunger passt denke ich eine Brezel sehr gut dazu, oder auch Basmatireis.

Montag, 8. Februar 2016

Reisnudelpfanne mit Spinat und Erdnuss

Hier ein halbwegs klausurenphasengeeignetes (klausur-en-phase-n-ge-eigne-t-es; freie lexikalische Morpheme: Klausur, Phase, eigne; gebundene grammatische Morpheme: ge-, -t, -es; Fugenelemente: -en, -n; es handelt sich um ein flektiertes Nomen-Adjektiv-Determinativkompositum, dessen unmittelbare Konstituenten Klausurenphase und geeignet, die mittelbaren Konstituenten Klausur und Phase sind <-Verwirr die Leute nicht mit Morphologie, sonst haben sie keinen Hunger mehr!), also ein halbwegs klausurenphasengeeignetes Gericht, weil es relativ schnell und unkompliziert zuzubereiten ist. Man braucht auch nur eine Pfanne dafür! Hiermit empfehle ich es wärmstens! (Sprechakt des Empfehlens. Implikatur: Probier es aus! Präsupposition (Beweis: konstant unter Negation): Ich habe es schon probiert.) Շատ համով ա: Chakula ni kitamu sana!
Aber Achtung: es macht ziemlich satt!

Für eine Portion:
  • 150-200g Spinat
  • Öl
  • ein Schälchen Reisnudeln
  • Salz oder Brühwürfel
  • 3-4 gehäufte Esslöffel Erdnuscreme (je mehr, desto heftiger, aber auch desto mehr Ednuss)
  • 1/2 Zitrone
 Öl in die Pfanne geben, Spinat dazu und auf mittelkleiner Flamme (Gasherd besser ganz kleine Flamme) mit Deckel drauf auftauen lassen (vorausgesetzt, es ist Tiefkühlspinat). Die Reisnudeln nach Packungsangabe zubereiten (normalerweise ein paar Minuten in heißem Wasser einweichen). Den Spinat, wenn aufgetaut, salzen oder mit ein wenig Brühwürfel würzen und die Erdnusscreme einrühren. Die fertigen Nudeln dazugeben (gut abgetropft!) und das ganze auf mittlerer Flamme braten, bis die Nudeln zufriedenstellend gebraten sind. In den Teller geben und mit Zitronensaft beträufeln. Fertig :)

... und rechts sehen Sie die Leipziger Glossierungsregeln, das vermutlich
wichtigste Handwerkszeug der (empirischen) Sprachwissenschaftlerin

hier sind die Farben etwas suboptimal, aber das andere ist etwas unscharf ...
na ja, dena ezin, man kann nicht alles haben

Ich hoffe also, dass mein bisher illokutionärer Akt der Empfehlung perlokutionär wird und jemand es nachkocht ;)

Montag, 23. November 2015

Mujaddara

Auf dieses libanesische Gericht bin ich beim Lesen des Buchs Feigen in Detroit gestoßen, wo es mehrfach erwähnt wird. Ich habe mich erinnert, so etwas auch schon einmal gegessen und für köstlich befunden zu haben, und mich alsdann auf die Suche nach dem Rezept gemacht. Ich habe mir mehrere durchgelesen und weiß nicht mehr genau, wie die Originalrezepte so aussehen, aber das hier ist meine (vermutlich in irgendeinem Punkt vereinfachte) Version:

Für 2-3 Portionen
  • eine kleine Tasse Linsen
  • eine kleine Tasse Basmatireis
  • 2 kleine Zwiebeln (oder eine Riesenzwiebel)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Kreuzkümmel
Die Linsen mit ca. einem Liter Wasser aufkochen, dann kleinschalten. Nach 10 Minuten salzen und den Reis dazu geben. (Der Profi kocht beides getrennt. Die Studentin findet, es geht auch in einem Topf.) Noch einmal etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis Reis und Linsen durch sind.
Die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und mit reichlich Öl in einer Pfanne braten, bis sie glasig sind. Dann Reis und Linsen abgießen oder mit dem Schaumlöffel abschöpfen und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Noch einmal kräftig salzen (es ist unglaublich, wie viel Salz das Zeug frisst) und kreuzkümmeln und auf mittlerer Flamme braten, bis der Reis an mehreren Stellen eine leichte Kruste hat. Nicht zu oft umrühren, sonst gibts keine Kruste!

Montag, 19. Oktober 2015

Linsencurry

Das Tolle an Curry (außer dass es so gut schmeckt) ist, dass man es mit allem machen kann ... Spinat, Aubergine, Gurke, Kartoffel, was man eben grad da hat. Ich beschreibe hier mal exemplarisch ein Linsencurry, weil das eine meiner Lieblingsversionen ist, aber nach dem gleichen Prinzip kann man jedes beliebige Gemüse zu Curry verarbeiten.
Das einzige Geheimnis sind Kokosmilch und Currypaste (mein bis jetzt ungeschlagener Favorit ist Tandoori). Und vielleicht Tomaten.

Für 2 Portionen:
  • Öl (wenn man es ganz echt haben will, Ghee)
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1-2 Tomaten
  • 1 kleine Tasse rote Linsen
  • 3-4 Tl Currypaste (ich mag wie gesagt Tandoori am liebsten)
  • 250 ml Kokosmilch
  • Salz
Das Öl in einen Topf geben (oder eine Pfanne mit hohem Rand) und die Tomaten darin andünsten, bis sie zerfallen. Die Linsen dazugeben und kurz anrösten, dann zweieinhalb Gläser Wasser dazugießen und umrühren. Aufkochen und dann ca. 15 Minuten köcheln lassen (mit Deckel drauf). Dann die Currypaste einrühren und die Kokosmilch dazugießen. Kräftig salzen und wenn die Konsistenz zu fest ist (es sollte noch ein wenig suppig sein), Wasser nachgießen. Noch etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind.
Mit Basmatireis oder indischem Fladenbrot servieren (bzw. essen). Guten Appetit!


Sonntag, 4. Oktober 2015

Einfache Tomatensoße

Solange Tomaten grade noch Saison haben, hier ein Tomatensoßenrezept. Es ist super einfach und super lecker ... und schmeckt sehr italienisch.

Für 2 Portionen:
  • 3-4 möglichst reife Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz
  • optional 1/4-1/2 Zwiebel (schmeckt gut mit, schmeckt aber auch gut ohne)
Zwiebel klein schneiden und mit reichlich Öl im Topf andünsten. Währendessen die Tomaten in Stücke schneiden (achteln und dann einmal quer passt gut, größere Stücke tuns aber auch) und dazugeben. Gut salzen und auf niedriger Flamme (am besten mit Deckel drauf) so lange köcheln lassen, bis die Tomaten vollständig zerfallen sind. Fertig.
Man kann die Soße natürlich auch noch mit Basilikum oder Oregano verfeinern.